Wolfsburg Blackbirds zu Gast in der Hauptstadt: Berlin Flamingos eine Nummer zu groß

Die Wolfsburg Blackbirds mussten sich am Wochenende bei ihrem Auswärtsspiel in der 2. Baseball-Bundesliga den Berlin Flamingos in beiden Doubleheader-Partien geschlagen geben. Trotz der deutlichen Ergebnisse zeigten die Wolfsburger insbesondere defensiv phasenweise Fortschritte und nahmen wichtige Erkenntnisse aus der Hauptstadt mit.

 

Bereits im ersten Spiel machten die Gastgeber früh deutlich, warum sie zu den starken Teams der Liga gehören. Die Berlin Flamingos griffen in ihrer ersten Offensivphase wortwörtlich voll an und erzielten direkt sieben Runs. Die mit einem eher kleinen Kader angereisten Blackbirds fanden zunächst kaum ein Mittel gegen die weiten Schläge der Berliner Offensive.

Im weiteren Spielverlauf gelang es den Wolfsburgern jedoch zunehmend, sich auf die Spielweise der Gastgeber einzustellen. Sowohl auf dem Mound als auch im Outfield agierten die Blackbirds sicherer und stabilisierten ihre Defensive. Zwar gelangen den Flamingos weiterhin einzelne Hits, doch die Gäste konnten nun deutlich besser dagegenhalten und verhinderten einen noch höheren Rückstand.

Auch offensiv setzten die Blackbirds zum Ende der Partie noch ein Ausrufezeichen. Mit zwei Runs im letzten Durchgang gelang ihnen ein kleiner Achtungserfolg gegen das kontrollierte Berliner Pitching. Dennoch wurde die Begegnung nach dem fünften Inning vorzeitig beendet und ging mit 12:2 an die Gastgeber.

 

Im zweiten Spiel machten sich bei den Blackbirds die sommerlichen Temperaturen und der dünne Kader zunehmend bemerkbar. Nach vier Berliner Runs im ersten Inning konnten die Wolfsburger zunächst die notwendigen drei Outs erzielen und hielten den Rückstand noch in Grenzen.

Das zweite Inning entwickelte sich jedoch zu einem echten Albtraum für die Gäste. Trotz mehrerer Pitcherwechsel fanden die Blackbirds keinen Weg, die Berliner Offensive zu stoppen. Run um Run bauten die Flamingos ihre Führung aus und ließen den Wolfsburgern kaum Gelegenheit zum Durchatmen. Am Ende dieses Marathon-Innings standen bereits 21 Berliner Punkte auf dem Scoreboard – eine Hypothek, die nicht mehr aufzuholen war.

Dennoch bewiesen die Blackbirds wieder mal Moral. Trotz des deutlichen Rückstands kämpfte das Team bis zum letzten Out weiter und konnte immerhin noch selbst einen Run erzielen. Die zweite Partie endete schließlich mit 21:1 für die Berlin Flamingos.

 

Spielertrainer Kodai Eto zog nach dem Doubleheader ein differenziertes Fazit:

„In Summe erkennt man im Vergleich zum ersten Aufeinandertreffen definitiv Verbesserungen, auch wenn uns das zweite Inning in Spiel zwei so natürlich nicht passieren darf. Wir nehmen heute dennoch wieder Positives aus diesem Doubleheader mit.“

 

Auch wenn die Ergebnisse deutlich ausfielen, konnten die Wolfsburg Blackbirds insbesondere im ersten Spiel defensive Fortschritte zeigen. Auf diesen positiven Ansätzen wollen die Amseln in den kommenden Wochen aufbauen, um in der 2. Bundesliga die nächsten Entwicklungsschritte zu gehen.